Die Fakten
Fast 70% der Energie verbrauchten deutsche Haushalte im Jahr 2007 allein um ihre Wohnräume zu erwärmen. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen müssen immerhin noch rund 47% ihrer Energiekosten in die Raumheizwärme investieren. Dabei schwankt der Energieverbrauch von Gebäuden erheblich: Altbauten sind wahre Energiefresser. Mit durchschnittlich 220 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter (m2) und Jahr (a) verbrauchen sie mehr als dreimal so viel Energie wie ein nach aktuellen Vorschriften gebauter Neubau und circa 15 Mal so viel wie Passivhäuser (15 kWh/m2a).
Neubauten werden inzwischen fast immer energiesparend geplant und errichtet. Große Einsparpotenziale gibt es noch immer bei Millionen älterer Wohn- und Nichtwohngebäuden. Drei Viertel davon sind noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1997 errichtet worden. Die meisten davon wurden noch nicht energetisch saniert. Das führt dazu, dass die Bewohner zunehmend unter den steigenden Energiekosten leiden.
Im Jahr 2009 verbrauchte der durchschnittliche Haushalt in Berlin circa 142 kWh/m2a an Heizenergie. Damit liegen Berliner Haushalte über dem bundesweiten Durchschnitt mit einem jährlichen Heizenergieverbrauch von 135 kWh/m2a. Durch die Sanierung des Gebäudebestands kann der Raumwärmebedarf erheblich reduziert werden.





