Die Fakten
In der Beheizung der rund 1,9 Mio. Wohnungen in Berlin dominieren drei Energieträger. Den höchsten Anteil mit fast 40 % und weiter steigender Tendenz hat der Energieträger Erdgas. An zweiter Position folgt die Fernwärme, deren Anteil relativ konstant bei 30 % liegt. An dritter Stelle mit aktuell gut 23 % liegt das Heizöl. Der Anteil der mit Heizöl beheizten Wohnungen geht kontinuierlich zurück. Andere Energieträger (Kohle, Flüssiggas, Nachtspeicherheizungen) teilen sich die verbleibenden 7 % des Berliner Wärmemarktes. Die erneuerbaren Energien spielen mit 0,2 % Marktanteil leider noch gar keine spürbare Rolle. Mehr als 20 Mio. kWh werden jedes Jahr in Berlin zur Beheizung von Wohnraum verbraucht. Damit ist dieser Bereich für den mit Abstand größten Anteil der CO2-Emissionen aus Berliner Haushalten verantwortlich.
Entgegen der Tatsache, dass man als Verbraucher die meiste Energie (ca. 53%) beim Heizen verbraucht, schätzen 39 von 100 Bundesbürgern, dass sie die meiste Energie in Form von Strom verwenden. Lediglich 26 % schätzen richtig, das die meiste Energie von der Heizung verbraucht wird.
Vier von fünf Wohnungen in Berlin sind Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Trotzdem gibt es daneben den wichtigen Teilmarkt der Ein- und Zweifamilienhäuser, die in der Regel von den Eigentümern genutzt werden. In diesem Bereich dominiert Erdgas die Wärmeversorgung mit einem Anteil von 57 % noch deutlicher. Heizöl (16 %) und Fernwärme (14 %) spielen in der Beheizung der Ein- und Zweifamilienhäuser eine deutlich untergeordnete Rolle. Das Alter der durchschnittlichen Heizungsanlage ist in Berlin in den letzten Jahren von 20 auf 23 Jahre gestiegen. Durch den technischen Fortschritt der Heiztechnik ist das Potential zur Energie- und Kosteneinsparung bei der Heizungserneuerung enorm. Insbesondere die Umstellung auf die Brennwerttechnik bietet erhebliche Potentiale zur Energieeinsparung. Und wenn zusätzlich noch die Möglichkeiten erneuerbarer Energien (Solarwärme, Holzpellets usw.) untersucht werden, können die Möglichkeiten der Energieeinsparung und des Klimaschutzes bei der Heizungserneuerung optimal genutzt werden.




