Unsere Partner und Sponsoren

*Spritfahrstunde ERFAHRUNGSBERICHT*

von Peter Schmitz, Fahrer der Handwerkskammer Berlin:

Als man mir in meiner Tätigkeit als Fahrer der Handwerkskammer anbot, an einer Spritfahrstunde teilzunehmen, war ich zunächst skeptisch. Wie viele andere routinierte Fahrer meinte auch ich, mein Auto gut genug zu kennen, um mit möglichst wenig Sprit möglichst weit zu kommen. Dennoch, schaden wird es ja nicht, dachte ich und sagte zu.

Eine Fahrschule in meiner Gegend war schnell ausgemacht und ein Termin vereinbart. Zwei Wochen später saß ich bei Fahrlehrer Krause bei einer Tasse Kaffee am Tisch.

Zunächst ist er sachkompetent auf diverse Dinge eingegangen, die es vor der Fahrt zu beachten gilt, wenn man das teure Gut Kraftstoff möglichst effizient gebrauchen möchte. Damit ich mir nicht alles aufschreiben musste, gab es die „Top10“ der Profitipps noch in Papierform.

Nun galt es, das soeben gelernte in die Tat umzusetzen und es ging auf die Straße. 8,2 stand auf dem Bordcomputer. Gemeint ist – Sie ahnen es – der durchschnittliche Spritverbrauch auf 100 Kilometer.

Nach einem „Reset“ auf Null ging es los.

Phase 1: Möglichst normales Fahren. Exakt 20 Minuten geht es durch Lankwitzer Straßen. Ich fahre wie gewohnt. Ruhig, defensiv, vorausschauend. Fast als hätte ich meinen Chef im Wagen, der konzentriert arbeiten muss. Gesprochen wird über Gott, die Welt und die Philosophie des Autofahrens. Der Bordcomputer zeigt 7,5. Ein Wert, den ich durchaus auch vorher schon erreicht habe.

Phase 2: Die gleiche Strecke. Ich sitze wieder am Steuer, fahre jedoch diesmal nach Anweisungen des Fahrlehrers. In Situationen wo ich eventuell doch eher sanft das Gaspedal gedrückt hätte, hieß es plötzlich „Gas weg!“ oder „Ausrollen!“, sogar ein „Blinker rechts setzen“ ist ihm einmal rausgerutscht, was uns beide schmunzeln ließ. Schon seltsam, wenn man nach 20 Jahren Autofahren plötzlich wieder einen Lehrer neben sich weiß, der alles, was man tut, kritisch beäugt. Wir fuhren exakt die gleiche Strecke. Nur noch entspannter als beim ersten Mal und kamen schließlich zum Stehen. Der gespannte Blick auf den Bordcomputer: 7,3.

Das ist jetzt nicht so viel weniger als vorher in Phase1. Allerdings bin ich ja auch kein Neuling und der Wagen ist ein Automatik: „Da hat man halt nicht so den ganz großen Einfluss wie bei einem Schaltwagen“ erklärt mir Herr Krause. Ich nehme mir vor, in den nächsten Tagen und Wochen ganz genau hinzusehen, mal schauen, ob da nicht noch was geht. Erstaunlich war auf jeden Fall die Tatsache, dass wir für die Phase 2 exakt die gleiche Zeit benötigten wie für Phase 1. Da war ich schon baff: Weniger Gas – gleiche Zeit (wie geht das denn?).

Fazit. Nun ist einige Zeit vergangen, mein sportlicher Ehrgeiz geweckt. Die Standardansicht des Bordcomputers ist nun der Spritverbrauch. Nach konsequenter Anwendung des gelernten freue ich mich nun über jede „gedrückte“ Nachkommazahl.

Die Kunst beim Spritsparen ist eine Mischung aus Sicherheit und materialschonendem Fahren ohne dabei den fließenden Verkehr auszubremsen. Die vielen theoretischen Kleinigkeiten lasse ich hier mal weg. Erwähnen möchte ich aber, dass spritfahrendes Fahren nichts mit „schleichen“ zu tun hat, was anscheinend viele immer noch glauben.

Dass es fossile Brennstoffe nicht ewig geben wird, weiß jeder. Wer nicht auf sein Auto verzichten möchte oder kann, ist gut beraten, alle Möglichkeiten des Spritsparens auszuschöpfen und dabei auch noch Geld zu sparen. Tipps hierzu findet man ja zu Genüge und wer kann, sollte dabei nach meiner Ansicht ruhig auch die Hilfe eines geschulten Profis in Anspruch nehmen.

 

Jetzt Klima-Taten  eingeben!

Dämmen hilft sparen

Wieviel Energie verbrauchen Sie pro qm und Jahr?  Weiter

Unterstützen Sie uns, indem Sie das Banner auf Ihre Webseite stellen und mit uns verlinken (rechte Maustaste -> Grafik speichern).

Melden Sie sich hier für unseren Newsletter an:
 Newsletter bestellen